100 JAHRE MANOEL DE OLIVEIRA
SILVESTRE

      
Manoel de Oliveira (*1908)    Rencontre unique    Silvestre
Sonntag, 26. Oktober 2008 • 19 Uhr

Begrüßung mit
Portwein und
Pastéis de Nata

100 Jahre Manoel de Oliveira
RENCONTRE UNIQUE
(Vorfilm)
Frankreich 2006, 3 Minuten, OmdtU


Zu Ehren des portugiesischen Filmemachers Manoel de Oliveira, der in diesem Jahr seinen hundertsten Geburtstag feiert, zeigt Cinema Luso als Einstimmung auf den letzten Festivaltag seinen Kurzfilm Rencontre Unique, der Teil des Episodenfilms “Chacun Son Cinéma ou Ce petit coup au coeur quand la lumière s'éteint et que le film commence ist und zum 60. Geburtstag der Filmfestspiele von Cannes realisiert wurde. Gilles Jacob, President des Festivals, hatte extra zu diesem Anlass 35 Regisseure aus der ganzen Welt beauftragt, unter anderen Manoel de Oliveira, einen Beitrag von 3 Minuten mit dem Thema „Liebe zum Kino“ vorzubereiten. So entstanden 33 Kurzfilme aus 25 Ländern, in denen für ca. zwei Stunden das Kino zum Mittelpunkt der Welt wird.
In Rencontre Unique zeigt Oliveira ein sehr spezielles, fast schon surreales Treffen zwischen Papst Johannes XXIII und Nikita Chruschtschow, der u. a. für das Sekretariat der Kommunistischen Partei der Sowjetunion zuständig war und schließlich Nachfolger Stalins in der UdSSR wurde.


SILVESTRE
Portugal 1981, 125 Minuten, OmeU

Mit Maria de Medeiros, Teresa Madruga, Luís Miguel Cintra, Jorge Silva Melo, João Guedes, u.a.

Dieser Film erzählt die Geschichte D. Rodrigos und seiner zwei Töchter: die legitime Sílvia und die uneheliche Susana. Alt und ohne männlichen Stammhalter arrangiert D. Rodrigo eine Hochzeit zwischen Sílvia und dem reichen und edlen D. Paio, mit dem Ziel, seine Besitztümer zu erweitern. Als er sich auf den Weg zum Hofe des Königs macht, um diesen zur Hochzeitsfeier einzuladen, befiehlt er seinen Töchtern, niemanden die Türen des Herrensitzes zu öffnen. Eines schönen Tages jedoch erscheint ein Pilger, der Sílvia dazu bringt, sich dem Befehl des Vaters zu widersetzen.
Monteiro überträgt in Silvestre die Adaptation zweier volkstümlicher Romane Portugals auf die Leinwand: “A Donzela que vai à Guerra” (Das Fräulein, das in den Krieg zieht), jüdisch-iberischen Ursprungs, und die Novelle “A Mão do Finado” (Die Hand des Verstorbenen), die durch die traditionelle mündliche Überlieferung des Blaubart–Zyklus weitergegeben wurde.
Der vierte Film Monteiros, Silvestre, kam 1981 in die offizielle Auswahl der Filmfestspiele von Venedig und markierte das Filmdebüt von Maria de Medeiros
(Pulp fiction, Henry and June, u.a.), die sich schon bald darauf zur international bekanntesten portugiesischen Schauspielerin entwickeln würde.




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